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Archiv für Kategorie ‘Allgemein’

State-of-the-Art Architekturanalysen mit dem Sonargraph

von Bettina Karstens

Seit 2004 setzen wir Analysewerkzeuge von unserem Partnerunternehmen hello2morrow Inc. (http://www.hello2morrow.com) ein, um die Architektur großer Softwaresysteme zu untersuchen. Bisher standen uns dafür die Werkzeuge Sotoarc, Sotograph und SonarJ zur Verfügung.

  • Mit dem Sotoarc können Softwarearchitekturen modelliert und der Sourcecode auf Verletzungen der Architektur hin überprüft werden. Auch Zyklen lassen sich mit dem Sotoarc entdecken und analysieren.
  • Der Sotograph ergänzt den Sotoarc durch eine große Anzahl von Metriken, die auch über mehrere Versionsstände verglichen werden können. Zusätzlich können komplizierte Beziehungsgeflechte visualisiert und untersucht werden. All dies geschieht auf Grundlage einer Datenbank, die mit Informationen aus dem Bytecode bestückt wird.
  • Im Gegensatz dazu hält das Werkzeug SonarJ die Informationen im Speicher, so dass Änderungen in der Codebasis direkt in die Architekturprüfung mit einbezogen werden können.

Seit Mai dieses Jahres hat die Produktfamilie von hello2morrow Zuwachs bekommen: Der Sonargraph soll auf lange Sicht die bisherigen Werkzeuge ablösen und enthält die besten Features aus Sotoarc, Sonargraph und SonarJ. Systeme können mit dem Werkzeug Sonargraph im Snapshot-Modus oder im Direct Parsing-Modus untersucht werden:

  • Im Snapshot-Modus werden Informationen aus dem Bytecode in einer Datenbank gespeichert. Auf dieser Grundlage können viele Metrikwerte berechnet oder auch ad-hoc-Abfragen auf der Datenbank ausgeführt werden.
  • Der Direct-Parsing-Modus hält die Systeminformationen direkt im Arbeitsspeicher und ist vor allem auf die Architekturmodellierung und Zyklenanalyse ausgelegt.

Genau wie beim Vorgänger SonarJ können Änderungen in der Codebasis sofort in die Untersuchung einfließen. Dies wird außerdem dadurch unterstützt, dass der Sonargraph direkt auf einem Eclipse Workspace, IntelliJ Workspace oder auch Maven Pom Files arbeiten kann.

Ein weiteres Highlight des Sonargraphen ist das zugehörige Eclipse-Plugin, das die Qualitätsüberwachung während der Entwicklung möglich macht. Zyklen können in der Sonargraph-Perspektive direkt in Eclipse angezeigt und untersucht werden. Die Eclipse Problems View enthält Architekturverletzungen als Error oder Warnings, so dass neue Architekturverletzungen sofort erkannt und behoben werden können. Refactoring-Maßnahmen, die der Architekt angelegt hat, werden in der Eclipse Task View angezeigt und können teilweise automatisch ausgeführt werden.

Weitere Details zu dem neuen Architekturanalyse-Werkzeug Sonargraph erfahren Sie auf den Webseiten von hello2morrow Inc. (http://www.hello2morrow.com). Informationen zu Dienstleistungen rund um Qualitätssicherung und Architekturanalysen, sowie persönliche Ansprechpartner finden Sie auf unseren Webseiten – im Software-Architekturbüro.

von
breitling


Datum:
22. September 2011 um 23:28

Kategorie:
Allgemein

ohne Kommentare

Der 1. Norddeutsche Software-Testtag / 24.09.2010

von Sebastian Middeke

Der Gedanke

Als ich begann, mein Interesse für Softwarequalität auch beruflich auszudehnen, begegnete mir das Zitat eines Projektmanagers:Logo Testtag

‚Wir testen unsere Software!
Nachdem wir mit der Entwicklung fertig sind……
und sofern noch Budget übrig ist.‘

Glücklicherweise konnte ich beobachten, dass diese Denkweise über die Jahre aus den Köpfen der Projektverantwortlichen allmählich zu weichen begann. Es gibt sie zwar noch, doch man stößt in letzter Zeit an allen Orten auf das Schlagwort ‚Qualität‘. Kaum ein Projekt mag noch darauf verzichten, Qualität als eines seiner zentralen Ziele zu verankern. Qualitätssicherung hat sich von einer Tätigkeit in einer der Projektphasen zu einer projektbegleitenden Aktivität gemausert. Deswegen hat sich die Qualitätssicherung zu einem weiten Feld entwickelt, das Fachwissen aus verschiedenen Bereichen umfasst (Funktionalität, Performance, Security,…). Den ‚einen‘ Experten gibt es nicht mehr.

Die Veranstaltung

An einem Tag an die Herausforderungen der Qualitätssicherung heranführen und Lösungen präsentieren: darum geht es uns beim 1. Norddeutschen Software-Testtag am 24. September 2010. Diesen Testtag veranstalten wir gemeinsam mit unserer Schwestergesellschaft pdv TAS, mit der wir im Bereich Qualitätssicherung in verschiedenen Projekten erfolgreich zusammen gearbeitet haben. Als Ort haben wir uns ein Gebäude gesucht, welches  einerseits in guter Hamburger Tradition steht, andererseits auch für das Thema ‚Prüfung und Untersuchung‘: Das Ehemalige Hauptzollamt mitten in der Hamburger Speicherstadt.

Der Keynote Speaker

Zur Eröffnung der Veranstaltung konnten wir als Keynote-Speaker den deutschen ,Test-Papst’ Prof. Dr.-Ing. Andreas Spillner gewinnen. Er wird über die anfangs beschriebene Denkweise des ‚Testens als Last‘ sprechen und anhand griffiger Beispiele zeigen, warum diese Einstellung zu Recht als überholt gelten darf.

Melden Sie sich an

Falls ich ihr Interesse wecken konnte, lesen Sie sich auf unserer Webseite die Abstracts der geplanten Vorträge durch und melden Sie sich bei Interesse gerne verbindlich an.

Die Teilnahme ist kostenlos, die Anzahl der Plätze allerdings begrenzt!

von
breitling


Datum:
16. August 2010 um 11:00

Kategorie:
Allgemein

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Das Ende der Salamitaktik?

von Holger Breitling

Analogien zwischen IT und Bauwesen haben Konjunktur. Aus diesem Blickwinkel erscheint mir ein Artikel aus der Süddeutschen Zeitung (“Salamitaktik”) vom 29. März 2010 bemerkenswert.

Dort wird vom Untersuchungsausschuss der Hamburger Bürgerschaft berichtet, der die Kostenexplosion beim Bau der Elbphilharmonie kritisch überprüfen soll. Der Artikel stellt fest:

Dieser Untersuchungsausschuss könnte weitreichende Konsequenzen für öffentliche Bauten in Deutschland haben. Denn die parlamentarische Aufarbeitung der Kostenexplosion bei der Elbphilharmonie, die die Hamburger SPD jetzt beschlossen hat, will eine beliebte Praxis beim Bau von Renommee-Projekten beleuchten, deren Erfolg leider davon abhängt, dass sie geheim bleibt: Die Unterdrückung realistischer Kostenschätzungen von öffentlichen Bauten in der Entscheidungsphase, um die Zustimmung für spektakuläre Projekte zu erreichen.

Das Prekäre am Hamburger Untersuchungsausschuss aber sei, dass er diesen Bluff beweisen wolle, und ihm das vermutlich auch gelingen könne. In der Folge werde es in Zukunft möglicherweise ungleich schwerer, Unterstützung für das Besondere zu finden.

Gerüchteweise kommt es auch in IT-Projekten vor, dass interessierte Kreise übertrieben optimistische Schätzungen zur Grundlage von Entscheidungen machen, um “Unterstützung für das Besondere” zu finden…

Glücklicherweise (?) gibt es in diesem Umfeld aber kaum einmal Untersuchungsausschüsse.