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Archiv für Kategorie ‘Allgemein’

Der 1. Norddeutsche Software-Testtag / 24.09.2010

von Sebastian Middeke

Der Gedanke

Als ich begann, mein Interesse für Softwarequalität auch beruflich auszudehnen, begegnete mir das Zitat eines Projektmanagers:Logo Testtag

‚Wir testen unsere Software!
Nachdem wir mit der Entwicklung fertig sind……
und sofern noch Budget übrig ist.‘

Glücklicherweise konnte ich beobachten, dass diese Denkweise über die Jahre aus den Köpfen der Projektverantwortlichen allmählich zu weichen begann. Es gibt sie zwar noch, doch man stößt in letzter Zeit an allen Orten auf das Schlagwort ‚Qualität‘. Kaum ein Projekt mag noch darauf verzichten, Qualität als eines seiner zentralen Ziele zu verankern. Qualitätssicherung hat sich von einer Tätigkeit in einer der Projektphasen zu einer projektbegleitenden Aktivität gemausert. Deswegen hat sich die Qualitätssicherung zu einem weiten Feld entwickelt, das Fachwissen aus verschiedenen Bereichen umfasst (Funktionalität, Performance, Security,…). Den ‚einen‘ Experten gibt es nicht mehr.

Die Veranstaltung

An einem Tag an die Herausforderungen der Qualitätssicherung heranführen und Lösungen präsentieren: darum geht es uns beim 1. Norddeutschen Software-Testtag am 24. September 2010. Diesen Testtag veranstalten wir gemeinsam mit unserer Schwestergesellschaft pdv TAS, mit der wir im Bereich Qualitätssicherung in verschiedenen Projekten erfolgreich zusammen gearbeitet haben. Als Ort haben wir uns ein Gebäude gesucht, welches  einerseits in guter Hamburger Tradition steht, andererseits auch für das Thema ‚Prüfung und Untersuchung‘: Das Ehemalige Hauptzollamt mitten in der Hamburger Speicherstadt.

Der Keynote Speaker

Zur Eröffnung der Veranstaltung konnten wir als Keynote-Speaker den deutschen ,Test-Papst’ Prof. Dr.-Ing. Andreas Spillner gewinnen. Er wird über die anfangs beschriebene Denkweise des ‚Testens als Last‘ sprechen und anhand griffiger Beispiele zeigen, warum diese Einstellung zu Recht als überholt gelten darf.

Melden Sie sich an

Falls ich ihr Interesse wecken konnte, lesen Sie sich auf unserer Webseite die Abstracts der geplanten Vorträge durch und melden Sie sich bei Interesse gerne verbindlich an.

Die Teilnahme ist kostenlos, die Anzahl der Plätze allerdings begrenzt!

von
breitling


Datum:
16. August 2010 um 11:00

Kategorie:
Allgemein

ohne Kommentare

Das Ende der Salamitaktik?

von Holger Breitling

Analogien zwischen IT und Bauwesen haben Konjunktur. Aus diesem Blickwinkel erscheint mir ein Artikel aus der Süddeutschen Zeitung (“Salamitaktik”) vom 29. März 2010 bemerkenswert.

Dort wird vom Untersuchungsausschuss der Hamburger Bürgerschaft berichtet, der die Kostenexplosion beim Bau der Elbphilharmonie kritisch überprüfen soll. Der Artikel stellt fest:

Dieser Untersuchungsausschuss könnte weitreichende Konsequenzen für öffentliche Bauten in Deutschland haben. Denn die parlamentarische Aufarbeitung der Kostenexplosion bei der Elbphilharmonie, die die Hamburger SPD jetzt beschlossen hat, will eine beliebte Praxis beim Bau von Renommee-Projekten beleuchten, deren Erfolg leider davon abhängt, dass sie geheim bleibt: Die Unterdrückung realistischer Kostenschätzungen von öffentlichen Bauten in der Entscheidungsphase, um die Zustimmung für spektakuläre Projekte zu erreichen.

Das Prekäre am Hamburger Untersuchungsausschuss aber sei, dass er diesen Bluff beweisen wolle, und ihm das vermutlich auch gelingen könne. In der Folge werde es in Zukunft möglicherweise ungleich schwerer, Unterstützung für das Besondere zu finden.

Gerüchteweise kommt es auch in IT-Projekten vor, dass interessierte Kreise übertrieben optimistische Schätzungen zur Grundlage von Entscheidungen machen, um “Unterstützung für das Besondere” zu finden…

Glücklicherweise (?) gibt es in diesem Umfeld aber kaum einmal Untersuchungsausschüsse.