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Archiv für Kategorie ‘Ereignis’

woyzeck@hell.org

von Heinz Züllighoven

Wir chatten, smsen, mailen; treffen uns zum after work chillen in einer lounge;  hoffen auf einen guten deal und haben noch ein paar projekte in der pipeline. Haben wir noch kontakt zu der anderen welt.

Woyzeck torkelt auf schwankendem Boden. Seine Marie betrügt ihn. Sein zynischer Arzt malträtiert ihn. Der Hauptmann brüllt ihn an.  Sein Freund säuft mit ihm.
Ein Welt ohne Licht und Hoffnung; voller Dreck, Geilheit, Elend und Wut. Alle Figuren hängen im Netz des Bühnenbilds; die Musik von Tom Waits quäkt und jault dazu wie ein Jahrmarktsorchestrion. God’s away on business. Everything goes to hell, anyway.

Kein Happy End im Thalia Theater. Zum Schluss klatschen alle laut gegen den Schrecken und das Grauen, das in den Knochen steckt.

[Woyzeck im Hamburger Thalia Theater. Nächste Vorstellungen: 10.05., 17.05, 22.05., 24.05., 26.05., 27.05., 06.06., 16.06., 20.06., 24.06., 29.06., 02.07., 07.07.]

von
breitling


Datum:
6. Mai 2010 um 19:54

Kategorie:
Ereignis

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WPS-Klausurtage 2010 oder wie der WPS-Open Space funktioniert

von Carola Lilienthal

Jedes Jahr fährt die ganze WPS für ein Wochenende auf WPS-Klausurtage in ein Hotel im Hamburger Umland. Dieses Jahr waren wir im Best Western Premier Castanea Resort Hotel in Adendorf bei Lüneburg. Eine sehr zu empfehlende Location: Das Hotel hat eine moderne Ausstattung, Spa-Bereich und einen Golfplatz. Abends unterhält ein Klavierspieler die Gäste an der Bar und die Bar bleibt ohne Murren so lange geöffnet, wie die Gäste durchhalten.

Zwei Dinge sind uns an diesen Wochenenden wichtig:

  • Einmal im Jahr alle Kollegen treffen: mit alten Bekannten sprechen und die neuen Gesichter in der WPS kennenlernen. Dazu bietet sich reichlich Gelegenheit beim Essen, in der Sauna, beim Sport, an der Bar, beim Pokerspiel und während der Open Spaces tagsüber (s. Konferenz-Konzept Open Space).
  • Die aktuelle Lage und die Zukunft der WPS mit der ganzen Firma im WPS Open Space diskutieren und die Entwicklung der kommenden Jahre mitbestimmen.

Um die Diskussionen zu fokussieren, veröffentlicht die Geschäftsleitung ca. einen Monat vor den Klausurtagen ein Thema. In diesem Jahr war es: “WPS 2015 – was und wie viele wollen wir sein?”. Die gesamte WPS ist nun aufgerufen, Diskussionsvorschläge zum Thema zu entwickeln. Am Freitag Abend werden die Diskussionsvorschläge für die Open Spaces in großer Runde vorgestellt und die Teilnehmer stimmen ab, über welche Themen sie diskutieren wollen. Insgesamt können am Samstag Vormittag 12 Themen verteilt auf drei Zeiteinheiten und vier Räume “bearbeitet” werden.

Samstag Vormittag machen sich diejenigen, die ein Thema vorgeschlagen haben, mit einem Protokoll auf in den ihnen zugewiesenen Raum für ihren Open Space und warten auf die Teilnehmer. Die Teilnehmer gehen zu den Open Spaces, die sie am meisten interessieren und es ist absolut erwünscht, dass man einen Open Space verlässt, wenn man nichts mehr beizutragen hat. So entsteht ein reger Austausch zwischen den parallelen Open Spaces, ähnlich wie in den Pausen auf Konferenzen – das Konzept “Open Space” wurde in Anlehnung an diese Pausen-Erfahrung gestaltet: “In den Pausen auf Konferenzen werden die eigentlich spannenden und wichtigen Diskussionen geführt! Die Teilnehmer bringen die Themen selbst auf und man kann kommen und gehen, wie man will!” Zu jedem Open Space werden vom Leiter der Diskussion die Teilnehmer, die Diskussionspunkte, die Ergebnisse und die gewünschten Maßnahmen protokolliert.

Der Samstag Nachmittag und Abend sind den Freizeitbeschäftigungen gewidmet, so dass wir am Sonntag Vormittag mit frischer Kraft, die Maßnahmen aus den Open Spaces bewerten können. Jeder Teilnehmer kann sieben Punkte auf die verschiedenen Maßnahmen verteilen, so dass ein Meinungsbild zu den Maßnahmen entsteht. Die Maßnahmen werden schließlich der Geschäftsleitung übergeben, die die Maßnahmen ihrerseits bewertet und mit der Umsetzung beginnt. Im laufenden Jahr informiert die Geschäftsleitung auf regelmäßigen Treffen über den Fortgang der Maßnahmen, so dass bis zu den kommenden Klausurtagen ein Großteil der Maßnahmen umgesetzt sein sollten.

Sonntag Nachmittag fahren schließlich alle voll mit neuen Eindrücken und Themen aber auch sehr müde wieder nach Hause – besonders weil uns in diesem Jahr die Zeitumstellung eine Stunde geraubt hat!

von
lilienthal


Datum:
19. April 2010 um 21:06

Kategorie:
Ereignis

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Open Model Initiative auf der Modellierung 2010

von Heinz Züllighoven

Klagenfurt, 24. März 2010

Kollege Dimitris Karagiannis, Universität Wien, Ex-Chef und Graue Eminenz der Firma BoC, hatte Holger Breitling und mich zu seinem Workshop  über seine Open Model Initiative am Rande der Konferenz Modellierung 2010 in Klagenfurt eingeladen. Seine bereits lange gehegte Idee:  Referenzmodelle von Geschäfts- und Unternehmensprozessen, die mit unterschiedlichen Methoden erstellt werden, einer offenen Gemeinde, ähnlich der Open Source Community, zur Verfügung zu stellen.  Natürlich wurde heftig diskutiert, ob Referenzmodelle für Unternehmensprozesse überhaupt sinnvoll und praktikabel sind. Neben den Referenzmodellen selbst geht es auch um die gemeinschaftliche Fortentwicklung freier Tools und Modellierungsmethoden. Dieser Aspekt erscheint uns besonders wichtig, da er die Grundlage für einen effektiven Austausch über Referenzmodelle bildet.

Der Teilnehmerkreis war gut ausgewählt: Elmar Sinz, Ulrich Frank, Heinrich Mayr und Florian Matthes zählen sicherlich zu den renommierten Vertretern der Modellierer. Holger und ich haben über die Konzepte und Prinzipien unserer eGPM-Methode vorgetragen. Zum ersten Mal vor einem solchen Publikum hatte ich den deutlichen Eindruck, dass unserer Thesen zur Verständlichkeit von Modellen, ihrer notwendigen Unvollständigkeit und der Unmöglichkeit, sie insgesamt formal zu bearbeiten, nicht auf Unverständnis und Kopfschütteln trafen. Ganz im Gegenteil, Ulrich Frank und Florian Matthes haben mit uns gleich über mögliche Arbeitstreffen in Hamburg gesprochen, damit wir unsere wechselseitigen Erfahrungen und Konzepte einmal ausführlicher diskutieren können

von
breitling


Datum:
9. April 2010 um 06:59

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Bericht von der Software Engineering 2010

von Heinz Züllighoven

Überblick

Die letzte Woche im Februar – das ist seit einigen Jahren der Termin der deutschsprachigen Software Engineering Konferenz; in diesem Jahr organisiert von Gregor Engels, Wilhelm Schäfer und ihren Teams in Paderborn. Ein Blick in die Proceedings macht deutlich, dass in den wissenschaftlichen Beiträgen die aktuellen Probleme der Software-Entwicklung aufgegriffen werden: Komponentenmodelle, Architekturstile, modellgetriebene Software-Entwicklung, Produktlinien und Requirements Engineering. Interessant ist aus meiner Sicht, dass das Thema Qualität als Querschnitt überall zu finden ist, ob als Test, werkzeuggestützte Analyse, als Benchmarking oder als Qualitätssicherungsmodelle. Beruhigend, dass wir in der C1 WPS offenbar die richtigen Akzente für unsere forschungsnahen Ansätze gesetzt haben.

Die “Software Engineering” ist über die Jahre zu einem Treffpunkt der anwendungsorientierten Softwaretechniker an den Hochschulen geworden Das ist offenbar auch für Industrievertreter zunehmend interessant, wie die Resonanz auf den Industrietag zeigte. Software Engineering ist als Ingenieursdisziplin mittlerweile arriviert. Tradition ist immer mit Personen verknüpft. Manfred Nagl, im Herbst in Aachen emeritiert,  hat als einer der ersten Softwaretechnik-Professoren in einem klugen und warmherzigen Beitrag auf seine Arbeit zurückgeblickt und durch Bezüge zu seinen Schülern, von denen viele im Saal waren, verdeutlicht, wie sehr er die deutsche Softwaretechnik geprägt hat.

Informatik-Transfer

In diesem Jahr hat Stefan Sauer vom s-lab in Paderborn das erste Forum für Informatik-Transferinstitute organisiert. Guido Gryczan und ich haben HITeC e.V. vertreten. Die Beiträge der anderen acht vertretenen Zentren haben gezeigt, dass vergleichbare Ziele und  Aktivitäten an vielen Orten gefördert werden. Ich habe schon mit einem leicht bitteren Gefühl wahrgenommen, wieviel politische und finanzielle Unterstützung die anderen vor Ort finden. Da sollte sich an der Hamburger Universität vielleicht doch noch etwas bewegen lassen.

Anregungen

Was fand ich besonders anregend? Wir befassen uns ja schon lange mit der Analyse und Visualisierung von großen Software-Systemen.  Hier fiel mir ein Ansaz von Peter Liggesmeyer aus Kaiserslautern auf -  Software-Systeme werden mit ihren Bezügen als Bubble Charts dargestellt. das werden wir uns genauer ansehen.

Die gezeigten Beispieldiagramme visualisieren den Komplexitätsaspekt “Einsatz von Compiler-Schaltern” für alle Module eines eingebetteten Systems aus dem Automative-Bereich und wurden in einem Projekt des Fraunhofer IESE erstellt. (Vielen Dank an Jürgen Münch für die Bereitstellung der Grafiken!)

Und dann hat Claus Lewerentz aus Cottbus wieder ein paar neue Ideen. Als einer der Väter des Software-Tomographen hat er jetzt die Städtebau-Metapher für Software in ihrer archäologischen Variante aufgegriffen. Softwaresysteme mit ihren sich über die Zeit verändernden Modulen werden wie die Sedimentschichten in den Ausgrabungen einer antiken Stadt dargestellt. So lassen sich wachsende und verschüttete Software-Subsysteme sehr anschaulich repräsentieren. Wir haben Claus Lewerentz hoffentlich zu einem Gastvortrag im Dienstagsseminar des Sommersemester gewinnen können.

Drei Tage SE 2010 in Paderborn mit vielen Gesprächen waren spannend und ein bisschen anstrengend. Viele Kollegen haben mich auf unsere SE 2007 angesprochen und  anerkennend gemeint, dass wir in Hamburg damit die Messlatte für diese Konferenzreihe schon sehr hoch gehängt hätten – was mich natürlich sehr gefreut hat!

von
breitling


Datum:
3. März 2010 um 07:30

Kategorie:
Ereignis

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Man wird nicht täglich 60!

von Carola Lilienthal und Holger Breitling

Im November 2009 hat die WPS ihren Geschäftsführer und Gründer Heinz Züllighoven zu seinem 60. Geburtstag mit einer Feier überrascht. Vierzig Freunde und Kollegen, die ihn zum Teil seit dreißig Jahren kennen, haben ein halbes Jahr dichtgehalten, so dass die Überraschung gelingen konnte.

Ein ahnungsloser Heinz Züllighoven betrat mit seiner Frau das Viehhauser an den Landungsbrücken, weil sie sich den Veranstaltungsort des WAM-Workshops 2009 auf dem Weg zum angeblichen Theaterbesuch kurz ansehen wollte. Als sich um 17:30 Uhr die Fahrstuhltür im 2. Stock öffnete und Heinz Züllighoven von Guido Gryczan mit den Worten begrüßte wurde: “Du hast uns gerade noch gefehlt!”, war die Freude über das verblüffte Gesicht von Heinz Züllighoven groß.

“Heinz und ich”
Als ersten Höhepunkt des Abends durfte sich Heinz Züllighoven Reden seiner aus allen Teilen Deutschlands angereisten Weggefährten anhören. Das Thema lautete kurz und auf den Punkt: “Heinz und ich”. Es sprachen: Guido Gryczan, Karl-Heinz Sylla, Ute Zimmermann, Christiane Floyd, Gustav Pomberger, Jochen Ludewig, Axel Schmolitzky, Carola Lilienthal, Dirk Bäumer, Horst Oberquelle, Jörg Raasch und Bernd Neumann. (Reinhard Budde und Horst Lichter hatten leider krankheitsbedingt absagen müssen.)

Im Anschluss konnten wir das kulinarisch sehr gelungen Buffet im 3. Stock des Viehhausers genießen, während sich einen Stock tiefer die Gruppe Pigor & Eichhorn auf ihren Auftritt vorbereitete. Pigor & Eichhorn sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz bekannt geworden durch ihren Salon-Hip-Hop, bei dem sie aktuelle Musik mit satirischen Texten kombinieren. Zwischen den Songs liefern sich der Sänger und der Pianist einen unterhaltsamen, intelligenten Kleinkrieg, der den roten Faden des Programms darstellt.

“Nieder mit der IT”
Der Auftritt von Pigor & Eichhorn war nach den Reden der zweite Höhepunkt des Abends. Die Stücke “Nieder mit IT”, “Rheinländer”, “Heidegger”, “Kevin” und “Mexiko” sowie die Einlagen zwischen den Stücken ließen uns keine Atempause. Besonders der Song, “Nieder mit IT”, der eigentlich nicht als Song, sondern als Performance bezeichnet werden muss, traf den Nerv des Publikums. Das verwundert nicht, denn das Stück fasst in einer brillianten Tirade all jene Schwierigkeiten zusammen, die wir uns in den letzten 20 Jahren durch IT geschaffen haben und unter denen jeder auf die eine oder andere Art leidet. Pigor legt seinen Finger direkt in die Wunde, wenn er am Ende des Stückes die Zuhörer auffordert, sich zu erheben, falls sie eins der anschließend aufgezählten IT-Problem haben (z.B. “Jeder, der ein Handy hat, mit dem er im Prinzip Email lesen kann, weiß aber nicht wie das geht, der soll aufstehen!”).

Wer sich einen Eindruck von Pigor & Eichhorn und “Nieder mit der IT” verschaffen möchte, kann sich auf einem YouTube-Video einen Auftritt aus der Bar Jeder Vernunft in Berlin ansehen:

Aber damit nicht genug der direkten Bezüge zur Hörerschaft! Sofort folgte die musikalische Interpretation von Heideggers Philosophie. Es wurden Tränen gelacht – Heinz Züllighovens Dissertation zu Werkzeug und Material basiert auf Heidegger und seinen Erkenntnissen zum Sein und Dasein. So ließ er es sich nicht nehmen, sich anschließend ausgiebig mit den Künstlern zu unterhalten.

Nach Gedankenaustausch und launiger Unterhaltung in wechselnden Runden ging die Geburtstagsgesellschaft schließlich auseinander. Jetzt freuen wir uns auf die nächsten 60 Jahre Heinz Züllighoven!

von
Administrator


Datum:
12. Januar 2010 um 17:33

Kategorie:
Ereignis

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